Fahrsicherheitstraining in Berlin-Linthe – auch wir Fahrlehrer lernen nie aus
Am Freitag hieß es für uns: raus aus dem Fahrschulalltag und ab nach Berlin-Linthe zum ADAC Fahrsicherheitstraining.
Natürlich verbringen wir als Fahrlehrer jeden Tag viele Stunden im Auto. Wir erklären, geben Tipps, beobachten, greifen ein, wenn es nötig ist, und versuchen unseren Fahrschülern vor allem eines mitzugeben: Sicherheit und ein gutes Gefühl hinter dem Steuer.
Aber mal ehrlich: Auch wir können nicht einfach aufhören zu lernen.
Deshalb war der Tag für uns eine richtig gute Gelegenheit, die eigenen Fahrkenntnisse mal wieder auf die Probe zu stellen, verschiedene Situationen selbst zu erleben und einfach ein bisschen über den normalen Fahrschulalltag hinauszuschauen.

Raus aus dem Alltag, rein ins Training
Im normalen Straßenverkehr gibt es viele Situationen, die wir natürlich lieber nicht erleben möchten. Eine plötzliche Vollbremsung, ein unerwartetes Hindernis oder eine rutschige Fahrbahn gehören definitiv dazu.
Und genau solche Situationen kann man im normalen Straßenverkehr auch nicht einfach mal ausprobieren.
In Berlin-Linthe hatten wir dafür die perfekten Bedingungen. Auf dem Gelände des ADAC konnten wir verschiedene Situationen ganz kontrolliert und vor allem sicher testen.
Und dabei merkt man ziemlich schnell: Theorie ist das eine – selbst erleben ist etwas ganz anderes.
Vollbremsung, Ausweichen und rutschige Fahrbahn
Wir haben unter anderem verschiedene Not- und Gefahrenbremsungen ausprobiert, Ausweichmanöver gefahren und erlebt, wie sich das Auto auf unterschiedlichen Fahrbahnoberflächen verhält.
Gerade bei einer Vollbremsung merkt man schnell, wie viel eigentlich zusammenkommt. Geschwindigkeit, Reifen, Fahrbahn und natürlich die eigene Reaktion haben einen großen Einfluss darauf, wie schnell das Auto tatsächlich zum Stehen kommt.
Besonders interessant wurde es auf rutschigem Untergrund.
Wenn plötzlich weniger Grip vorhanden ist, verändert sich das Fahrverhalten des Autos deutlich. Das einmal selbst zu erleben, ist wirklich etwas anderes, als darüber nur zu sprechen.
Und genau das nehmen wir aus solchen Trainings mit.

In einer Gefahrensituation ruhig bleiben
Was uns dabei besonders aufgefallen ist: Wenn es plötzlich kritisch wird, ist hektisches Handeln meistens keine gute Idee.
Gerade dann kommt es darauf an, ruhig zu bleiben, die Situation richtig einzuschätzen und gezielt zu reagieren.
Das ist natürlich leichter gesagt als getan. Umso wichtiger finden wir es, solche Situationen zumindest einmal unter kontrollierten Bedingungen erlebt zu haben.
Denn wenn man weiß, wie sich das Auto anfühlen kann und wie es auf bestimmte Reaktionen reagiert, bekommt man noch einmal ein ganz anderes Verständnis für das Thema Fahrsicherheit.
Warum machen wir das als Fahrlehrer?
Ganz einfach: Weil wir unseren Fahrschülern nicht nur zeigen möchten, wie man die Führerscheinprüfung besteht.
Unser Ziel ist, dass sie auch danach sicher und selbstständig unterwegs sind.
Dazu gehört natürlich das Wissen über Verkehrsregeln. Aber eben auch ein Gefühl für das Fahrzeug, eine gute Einschätzung von Situationen und vor allem vorausschauendes Fahren.
Und wir finden: Wenn wir unseren Fahrschülern etwas erklären, ist es umso besser, wenn wir es selbst schon erlebt haben.
Wenn wir über Bremswege sprechen, haben wir die Situation selbst ausprobiert.
Wenn wir über Geschwindigkeit sprechen, wissen wir aus eigener Erfahrung, wie stark sich das Fahrverhalten verändern kann.
Und wenn es um Gefahrensituationen geht, können wir unsere Erfahrungen aus dem Training direkt mit in den Unterricht nehmen.
Auch wenn das Auto immer mehr mitdenkt …
Unsere Autos werden immer moderner. ABS, ESP, Notbremsassistent und viele andere Assistenzsysteme helfen uns mittlerweile in vielen Situationen.
Das ist natürlich eine tolle Sache.
Aber trotzdem sitzt am Ende noch immer ein Mensch hinter dem Lenkrad.
Und genau deshalb ist es wichtig, dass man sein Auto und dessen Verhalten kennt und sich nicht blind auf die Technik verlässt.
Auch moderne Technik kann nicht jede Situation vorhersehen oder uns jede Entscheidung abnehmen.

Unser Fazit
Für uns war der Tag in Berlin-Linthe definitiv mehr als nur ein Ausflug mit den Fahrschulautos.
Wir hatten viel Spaß, konnten einiges ausprobieren und haben gleichzeitig wieder einmal gemerkt, wie wichtig es ist, sich auch nach vielen Jahren Berufserfahrung regelmäßig weiterzubilden.
Denn beim Thema Sicherheit kann man eigentlich nie sagen: „Jetzt kann ich alles.“
Autos entwickeln sich weiter, der Straßenverkehr verändert sich und auch wir möchten immer besser werden.
Vor allem aber nehmen wir viele Erfahrungen aus dem Training mit zurück in unseren Fahrschulalltag – und damit letztendlich auch zu unseren Fahrschülern.
Denn genau darum geht es uns:
Wir wollen nicht nur gute Autofahrer ausbilden, sondern Menschen, die auch nach der Prüfung sicher, aufmerksam und verantwortungsvoll unterwegs sind.
Der Tag beim ADAC in Berlin-Linthe hat uns dabei wieder ein gutes Stück weitergebracht.
Und ganz nebenbei hatten wir auch einfach richtig Spaß dabei. 😊
Wer sich übrigens noch intensiver mit dem Thema sicheres und vorausschauendes Fahren beschäftigen möchte, findet beim ADAC viele hilfreiche Informationen und Tipps rund um Fahrsicherheit und richtiges Verhalten in Gefahrensituationen.
Wenn du mehr über die Fahrschule Leipzig und unser Ausbildungsangebot erfahren möchtest, schau dich gerne auf unserer Website um. Dort findest du weitere Informationen zu unseren Führerscheinklassen, zur Ausbildung und natürlich zu unserem Team.
